Ich bin Karolin Trachte und Theaterdramaturgin. Ich arbeite seit 15 Jahren an Theaterhäusern wie dem Deutschen Theater, dem Schauspielhaus Zürich und dem Berliner Ensemble. Ich erstelle Textfassungen und co-entwickle Konzepte für Theaterproduktionen. Ich konzipiere Diskursprogramme für Festivals und Theater, sowie Podien, Thementage oder Diskussionsveranstaltungen.
​
​
Dramaturgie
Ich habe Kultur- und Kommunikationswissenschaften und Dramaturgie studiert. Ich begann als Dramaturgieassistentin am Deutschen Theater Berlin für die Autorentheatertage. Ab 2012 war ich in der Dramaturgie von Barbara Frey am Schauspielhaus Zürich engagiert. Dort habe ich Inszenierungen mit Alize Zandwijk, Alexander Giesche, Bastian Kraft, Kornél Mundruczó, René Pollesch und Rimini Protokoll entwickelt, außerdem das Format "club diskret" und Gesprächsformate mit Miriam Meckel, Lukas Bärfuss und Stefan Zweifel.
2020 durfte ich eine Ausgabe der Festspiele Zürich kuratieren - ein dreiwöchtiges Festival, das zusammen mit allen wichtigen Kulturinstitutionen der Stadt entstand.
Mit der Spielzeit 2020/21 begann ich als Dramaturgin am Berliner Ensemble. Dort habe ich mit weiteren großartigen RegisseurInnen zusammenarbeiten dürfen, darunter Jorinde Dröse, Rieke Süßkow, Mateja Koleznik, Lena Brasch, Robert Schuster, Yana Ross und Dušan David PaÅ™ízek. In der Spielzeit 2022/23 wurde ich Co-Leiterin des Regie-Nachwuchsförderprogramms "WORX".
Hier zeige ich eine Auswahl meiner Produktionen.
Eine meiner Leidenschaften ist es ausgehend von Theaterproduktionen oder einem Festivalprogramm Gesprächsformate zu entwickeln. Mich interessiert der Moment, in dem eine Inszenierung in Sprechen, Haltung, Streit oder Lernen übergeht.
Welche Fragen stellt eine Produktion an die Gegenwart? Welche Formate braucht es damit aus einer geteilten Erfahrung eine Begegnung entstehen kann?
Ein gutes Gesprächsformat ist für mich kein Rahmenprogramm, sondern eine eigene künstlerische Praxis zwischen Bühne und gesellschaftlicher Wirklichkeit.
​
Am Schauspielhaus Zürich habe ich mit den Gastgebern Stefan Zweifel und Lukas Bärfuss Gäste wie Siri Hustvedt, David Graeber, Byun-Chul Han oder David Chipperfield gewinnen können. Für die Gesprächsreihe zu "#Motherfuckinghood" in Kooperation mit dem Gunda-Werner-Institut der Heinrich-Böll-Stiftung haben wir Emilia Roig, Jutta Allmendinger und die Bundesfamilienministerin Lisa Paus zu Gesprächen geladen.
Konzeption
Moderation
Für mich endet dramaturgische Arbeit nicht mit der Konzeption eines Formats, sondern sollte sich in der Moderation als eine Art angewandte Dramaturgie fortsetzen. Hier wird Beteiligung ermögtlicht, Stimmen hörbar gemacht und manchmal auch Gesprächs- und andere Formate ineinander verschränkt. Veranstaltungen, die ich selbst konzipiert habe, führe ich daher auch gerne in der Rolle der Gastgeberin auf der Bühne fort.

Ausgewählte Produktionen
Diese Projekte stehen beispielhaft für meine Arbeit. Eine komplette Liste meiner Produktionen würde Euch einen besseren Eindruck verschaffen? Diese findet ihr hier.
01
Zusammenarbeit mit Spielerin Claude De Demo und Regisseurin Jorinde Dröse und ein Wendepunkt meiner eigenen dramaturgischen Praxis, mit Texten von Emilia Roig, Antonia Baum, Mareike Fallwickl u.a.
03
Brechts Klassiker gepaart mit herausfordernden Texten von Ayn Rand und zwei herausragenden Frauen: Kathleen Morgeneyer als Johanna und Stefanie Reinsperger als Mauler.
02
Ein einmaliges "Volksfest der Künste", an dem fast alle Kulturinsitutionen Zürichs mitgewirkt haben. Hier findet ihr die Programmbroschüre mit den über 50 Veranstaltungen, die wir programmiert haben: Programm.
04
Eine Hommage an die Schauspielerin und Gründungs-intendantin des Berliner Ensembles, mit Katharina Thalbach, Katharine Mehrling, Johanna Brecht-Schall, Maria Wischnewski u.a.